Was sind Rituale?

In wichtigen Lebensübergängen unterstützen uns Rituale darin, bestehende Muster und schwere oder unfreie Gefühle zu erkennen und loszulassen. Dadurch kann Altes wirklich abgeschlossen und Platz für Neues geschaffen werden. Bedeutungsvolle Lebensübergänge beinhalten:

  • die Ankunft: Schwangerschaft, Geburt und Taufe
  • Initiationen: beispielsweise den Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen oder die Pensionierung
  • den Abschied, wozu auch das Sterben gehört

Übergänge zeigen sich aber auch in weitaus weniger augenfälligen Situationen, wobei die Wirkung nicht notwendigerweise gering ausfallen muss:

  • Einige Übergänge im Leben können wir frei wählen, so beispielsweise einen Berufswechsel oder die Hochzeit.
  • Viele Übergänge ereignen sich allerdings ohne unser Zutun, einfach weil diese zum Leben dazugehören. Diese werden angestossen durch die natürlichen Entwicklungsprozesse, oder sie werden durch einschneidende Ereignisse plötzlich ausgelöst.

Solche Übergänge und Wandlungsphasen können einhergehen mit Unsicherheit und Angst, mit Trauer und Schmerz. Besonders herausfordernd ist dabei die sogenannte „Schwellenphase“, wenn das Alte bereits verabschiedet wurde, das Neue aber noch nicht trägt.

Es erfordert Mut und Vertrauen, diesen Gefühlen Raum zu geben. Dies ist aber von entscheidender Bedeutung, denn unbewältigte oder nicht bewusst gelebte Lebensübergänge können uns aus der Bahn werfen. Werden sie hingegen bewusst wahrgenommen und (rituell) gestaltet, so verlaufen sie meist weniger krisenhaft, und die neue Lebensphase kann leichter angenommen werden. Rituale unterstützen uns darin, mit einem Übergang und – noch weitaus wichtiger – den dazugehörigen Gefühlen in Frieden zu kommen.

Wissenschaft und die Wichtigkeit von Ritualen

Pascal Leresche

Der Schamanismus, welcher über unsere keltischen und germanischen Vorfahren auch zu unseren Wurzeln gehört, setzt als Jahrtausende altes Heilsystem auf die Wichtigkeit von Ritualen und Übergängen. Erst in der vergleichsweise jungen Vergangenheit hat Carl Gustav Jung als erster geisteswissenschaftlicher Forscher neben Rudolf Steiner die bildhafte Sprache und die Symbole des Unbewussten erforscht – beides zentrale Elemente der Rituale.

In den letzten Jahrzehnten wurden Hunderte therapeutische Techniken entwickelt, deren Wirksamkeit nachgewiesen wurde. Alle fokussieren darauf, die Psyche von gesundheitsschädigenden Mustern zu befreien und durch stärkende Muster zu ersetzen. Jedes Muster entspricht einer spezifischen Einstellung; so ist beispielsweise in der Opferrolle die Einstellung zum Leben weder fürsorglich noch optimistisch. Für die psychische Gesundheit ist es demnach entscheidend, welche Einstellungen, Überzeugungen, Gedanken und Erwartungen aktiv sind. In diesem Zusammenhang hat sich in der Forschung klar gezeigt, wie wichtig es ist, die unbewussten Prozesse zu erreichen und zu beeinflussen - hier kommt die Wichtigkeit von Ritualen zum Tragen. Denn diese schaffen sinnenhaft erfahrbare Brücken zum Unbewussten. So muss das Erlebte nicht übersetzt werden, sondern es setzt direkt die lösungsbringenden Prozesse in Gange.

Referenzen

«Wenn die (Existenz-) Angst kommt, dann kann ich sie überspringen wie einen Song auf einer CD, den ich nicht mag.»
M.R. aus Zürich Oberland

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